Slow-Response-Alerts
Langsam ist die häufigste Form von kaputt.
Ein Dienst muss nicht ausfallen, um Nutzer zu verlieren. Die meisten Störungen kündigen sich an: Antwortzeiten steigen über Tage, ein Connection-Pool läuft langsam voll, seit dem letzten Deploy fehlt ein Index. Ein reiner Up/Down-Check sieht davon nichts. Solange ein Status 200 zurückkommt, gilt der Dienst als gesund, ganz gleich ob die Antwort nach 80 Millisekunden oder nach acht Sekunden eintrifft. Slow-Response-Alerts führen deshalb einen dritten Zustand ein: „degraded“, sobald die gemessene Antwortzeit über der Schwelle liegt, die du gesetzt hast.
Wie es funktioniert
Du hinterlegst pro Monitor eine Schwelle für die Antwortzeit. Bei jeder Prüfung vergleicht UptimeAlien die gemessene Latenz mit diesem Wert. Liegt sie darüber, wechselt der Monitor auf „degraded“ und du bekommst eine Meldung über deine Alarm-Kanäle, auch wenn der Statuscode völlig in Ordnung ist. Sinkt die Antwortzeit wieder unter die Schwelle, geht der Monitor zurück auf „up“.
Deine Vorteile
- Frühwarnung, bevor aus schleichender Verschlechterung ein Ausfall wird
- Eine eigene Schwelle je Monitor statt eines globalen Werts
- Erkennt langsame Antworten, die jeder Up/Down-Check für gesund hält
- Macht Performance-Regressionen nach einem Deploy sofort sichtbar
- Nutzt dieselben Alarm-Kanäle wie deine Ausfall-Benachrichtigungen
Was du bekommst
Einen dritten Zustand zwischen „up“ und „down“ sowie Alarme, sobald die Antwortzeit aus dem Ruder läuft.
Verfügbarkeit
In den kostenpflichtigen Plänen enthalten.
Langsam ist die häufigste Form von kaputt
Vollständige Ausfälle sind selten und fallen sofort auf. Der Normalfall ist unauffälliger. Eine Seite, die zwei Sekunden länger braucht, kostet Conversions, ohne je eine Fehlerseite zu zeigen. Eine API, die knapp unter dem Client-Timeout antwortet, produziert sporadische Fehler an ganz anderer Stelle. Für die Nutzer ist beides nicht von einem Ausfall zu unterscheiden. Für einen Up/Down-Monitor schon, denn technisch antwortet ja alles korrekt. In dieser Lücke arbeiten Slow-Response-Alerts.
Die Schwelle kommt aus dem beobachteten Verlauf
Eine gute Schwelle kommt aus dem beobachteten Normalzustand, nicht aus einem Wunschwert. Sieh im Monitor-Verlauf nach, wo sich die Antwortzeit üblicherweise bewegt, und setz die Schwelle deutlich darüber: hoch genug, dass normale Schwankungen und einzelne Ausreißer nichts auslösen, niedrig genug, dass eine echte Verschlechterung auffällt. Weil der Wert pro Monitor gilt, darf eine statische Seite streng konfiguriert sein und ein rechenintensiver Report-Endpunkt großzügig.
Zusammenspiel mit den übrigen Monitor-Typen
Slow-Response-Alerts sind kein eigener Monitor-Typ, sondern eine Eigenschaft deiner bestehenden Monitore. Sie greifen überall dort, wo eine Antwortzeit gemessen wird: beim HTTP/S-Check genauso wie bei TCP, Ping, DNS oder einem API-Monitor. Praktisch heißt das, du konfigurierst deine Monitore einmal und bekommst zur reinen Verfügbarkeit eine Aussage über die Qualität der Antwort dazu.
Häufige Fragen
Was ist ein Slow-Response-Alert?
Ein Alarm, der ausgelöst wird, sobald die Antwortzeit eines Monitors die von dir gesetzte Schwelle überschreitet. Auch dann, wenn der Dienst technisch noch korrekt antwortet. Der Monitor wechselt dabei in den Zustand „degraded“.
Was bedeutet der Status „degraded“?
Ein dritter Zustand zwischen „up“ und „down“. Der Dienst ist erreichbar und antwortet korrekt, aber langsamer als die für ihn definierte Schwelle erlaubt.
Gilt die Schwelle für alle Monitore gleichzeitig?
Nein, sie wird je Monitor gesetzt. So kannst du für eine statische Seite einen strengen und für einen aufwendigen Report-Endpunkt einen großzügigen Wert wählen.
Welche Schwelle ist sinnvoll?
Orientier dich am tatsächlichen Verlauf des Monitors und setz die Schwelle spürbar über der üblichen Antwortzeit. Zu enge Werte erzeugen Alarme bei normalen Schwankungen, zu weite lassen echte Verschlechterungen durchgehen.
Ist das im Free-Tier enthalten?
Nein, Slow-Response-Alerts gehören zu den kostenpflichtigen Plänen. Der Free-Tier deckt reines Up/Down-Monitoring ab.
