Domain-Ablauf-Monitoring
Erfahre Wochen vorher, dass deine Domain ausläuft — nicht am Tag danach.
Eine abgelaufene Domain ist der einzige Ausfall, der sich nicht beheben lässt, indem man einen Dienst neu startet. Sie trifft alles gleichzeitig: Website, API, E-Mail, Logins über deine Domain. Und sie kündigt sich nicht an — die Erinnerungsmail des Registrars landet im Postfach eines Kollegen, der die Firma vor zwei Jahren verlassen hat, oder die hinterlegte Kreditkarte ist abgelaufen. Ein Domain-Ablauf-Monitor fragt das echte Ablaufdatum bei der Registry ab und warnt dich rechtzeitig, unabhängig davon, ob eine Mail ankommt.
So funktioniert's
UptimeAlien fragt das Ablaufdatum deiner Domain per RDAP direkt beim zuständigen Registry-Server ab — dem offiziellen Nachfolger von WHOIS. Der Monitor wechselt auf „degraded“, sobald die verbleibende Zeit unter deine eingestellte Vorwarnzeit fällt, und auf „down“, wenn die Domain tatsächlich abgelaufen ist. So nervt er dich früh und laut, statt dich einmal zu wecken, wenn es zu spät ist.
Wann du es nutzt
- Produktivdomains, an denen Website, API und Mail gleichzeitig hängen
- Domains, die von einem gemeinsamen Firmenkonto verwaltet werden
- Übernommene Projekte, bei denen niemand weiß, wann die Domain ausläuft
- Marken- und Tippfehler-Domains, die nur weitergeleitet werden
- Als zweite Sicherung neben den Erinnerungsmails des Registrars
Was du bekommst
Ablaufdatum der Registrierung, verbleibende Tage und die Vorfallhistorie.
Beispiel
acme.com — 30 Tage vor Ablauf warnen
Zertifikat und Domain sind zwei verschiedene Ablaufdaten
Diese beiden werden ständig verwechselt, und die Verwechslung ist teuer. Ein TLS-Zertifikat läuft alle 90 Tage ab und erneuert sich meist automatisch; passiert das nicht, zeigen Browser eine Warnseite — ärgerlich, aber in Minuten behoben. Eine Domain-Registrierung läuft nach Jahren ab, und danach beginnt eine Kette, die du nicht kontrollierst: Erst wird die Auflösung abgeschaltet, dann folgt eine Redemption-Periode mit dreistelligen Wiederherstellungsgebühren, dann ist die Domain frei und wird binnen Sekunden von Domain-Händlern gegriffen. UptimeAlien hat für beides einen eigenen Monitor-Typ, weil sie unterschiedliche Vorwarnzeiten und unterschiedliche Dringlichkeit brauchen.
Warum die Erinnerungsmail des Registrars nicht reicht
Registrare verschicken Ablaufhinweise an die im Whois hinterlegte Adresse. Diese Adresse ist in der Praxis oft ein Verteiler, den niemand liest, das Postfach einer Person, die das Unternehmen verlassen hat, oder eine Adresse auf genau der Domain, um die es geht — was zum Zirkelschluss führt, sobald die Mailzustellung als Erstes ausfällt. Dazu kommen Spamfilter und Registrar-Wechsel, bei denen Kontaktdaten verloren gehen. Ein Monitor hängt an keiner dieser Voraussetzungen: Er fragt die Registry und alarmiert über deine eigenen Kanäle.
Welche Endungen unterstützt werden
Alle generischen Endungen wie .com, .net, .org, .dev oder .app veröffentlichen ihr Ablaufdatum verpflichtend per RDAP, ebenso viele Länderendungen wie .fr, .uk, .nl und .pl. Nicht möglich ist es dagegen bei mehreren Länderendungen, die aus Datenschutzgründen kein Ablaufdatum publizieren — darunter .de, .at, .ch, .eu, .be, .es und .io. DENIC beantwortet RDAP-Anfragen für .de zwar, liefert aber bewusst kein Ablaufdatum mit. Wir lassen dich für solche Endungen deshalb gar nicht erst einen Monitor anlegen, statt dir einen zu geben, der dauerhaft rot bleibt.
Häufige Fragen
Was ist Domain-Ablauf-Monitoring?
Es fragt regelmäßig bei der zuständigen Registry ab, wann deine Domain-Registrierung ausläuft, und warnt dich eine von dir gewählte Zahl an Tagen vorher — unabhängig von den Erinnerungsmails deines Registrars.
Worin unterscheidet es sich vom SSL-Monitor?
Der SSL-Monitor überwacht das TLS-Zertifikat, das alle paar Monate abläuft und sich meist automatisch erneuert. Dieser Monitor überwacht die Domain-Registrierung selbst, die nach Jahren abläuft und danach nur noch mit erheblichem Aufwand und Kosten zurückzuholen ist.
Funktioniert das für .de-Domains?
Nein. DENIC veröffentlicht für .de grundsätzlich kein Ablaufdatum, auch nicht über RDAP. Dasselbe gilt unter anderem für .at, .ch, .eu, .be, .es und .io. Für diese Endungen lässt sich kein Domain-Ablauf-Monitor anlegen — du bekommst beim Anlegen einen entsprechenden Hinweis statt eines Monitors, der nie funktionieren könnte.
Welche Vorwarnzeit ist sinnvoll?
Deutlich mehr als beim Zertifikat. 30 bis 60 Tage sind üblich, weil eine Domain-Verlängerung Zahlungsfreigaben, Registrar-Zugänge oder Rücksprachen erfordern kann — Dinge, die über Urlaubszeiten hinweg dauern.
Woher stammen die Daten?
Direkt vom RDAP-Server der jeweiligen Registry, ermittelt über das offizielle Bootstrap-Verzeichnis der IANA. Es läuft kein Drittanbieter-Dienst dazwischen, der deine Abfragen mitlesen könnte.
